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Hersfeld-Rotenburg

Johanna Sick

Leinenweberstraße 1
36251 Bad Hersfeld
Deutschland

06621 944-171
johanna.sick@wfg-hef-rof.de

Ein gemeinsamer Fachbeitrag von "IHK - Servicezentrum Hersfeld Rotenburg" und "Wirtschaftsförderung Hersfeld-Rotenburg"

Gemessen an den Beschäftigungszahlen ist die wirtschaftliche Entwicklung im Landkreis Hersfeld-Rotenburg in den letzten Jahren konstant positiv steigend. Ende 2016 konnte ein neuer 20- Jahres-Höchststand bei den Sozialversicherungspflichtig Beschäftigten verzeichnet werden. Nach wie vor ist die Zahl der versicherungspflichtig Beschäftigten saisonabhängig schwankend.

Die Logistik, der Handel, das verarbeitende Gewerbe und die Gesundheitswirtschaft stellen die Mehrzahl der Arbeitsplätze im Landkreis. Die höchsten Zuwächse weisen die Bereiche Handel / Instandhaltung / Reparatur von Kfz und Verkehr / Lagerei auf.

Die geringe Arbeitslosenquote macht eine detaillierte Betrachtung des vorhandenen Arbeitskräftepotentials notwendig. Vor allem im kaufmännischen Bereich besteht nach wie vor Bedarf an qualifizierten Arbeitsplätzen.

Unternehmen vor einem Generationswechsel stehen oft vor der Entscheidung neue Infrastrukturen und Produktionslinien für neue Geschäftsmodelle aufzubauen. In diesen Unternehmen sind daher auch Ansätze für Innovationsprozesse und die Schaffung von neuen, qualifizierten Arbeitsplätzen zu sehen.

Besonderer Aufmerksamkeit bedarf die Situation des Kalibergbaus im Werratal als wichtiger Anbieter von Arbeitsplätzen. Neben der kurz- und mittelfristig bedeutsamen Situation der Werra ist auch über die zukünftige Ausrichtung des hiesigen Kali-Reviers nachzudenken.

Veränderungen in diesem Bereich werden wird sich auch auf die Pendlerbeziehungen auswirken. Der derzeitige Pendlerüberschuss resultierte vor allem aus den angrenzenden hessischen und thüringischen Landkreisen.

Aufgrund des zunehmenden Bedarfes an Fachkräften wird deren Sicherung in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen. Die WFG hat hierzu, gemeinsam mit Kooperationspartnern, das Ausbildungs-Navi auf den Weg gebracht. Hohe Bedeutung in dieser Frage kommt auch der Sicherung und dem Ausbau der Technischen Hochschule Mittelhessen mit ihrem Standort in Bad Hersfeld zu.

Unterdurchschnittlich ausgeprägt ist im Landkreis die Bereitschaft zur Gründung von Unternehmen. Die höchste Dynamik weisen hier die Hochschul-Standorte Fulda und Kassel auf. So wurde in Kassel im Jahr 2016 bereits das zweite Gründer- und Innovationszentrum erfolgreich in Betrieb genommen.

In diesem Kontext  ist auch die Nachfolgethematik zu berücksichtigen. Bei einem Drittel der bestehenden Unternehmen wird die Nachfolge in den nächsten Jahren akut werden. Hier droht die Vernichtung von Arbeitsplätzen und von betrieblicher Substanz. Die wirtschaftliche Absicherung des Unternehmens und die Kontinuität des Lebenswerkes über den Generationswechsel hinaus ist eine der wichtigsten Aufgaben, aber auch eine Chance für unsere heimischen Unternehmen.

Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat in den letzten Jahren eine sehr positive wirtschaftliche Entwicklung vorzuweisen. Diese Position muss auch im Jahr 2017 gesichert und gezielt ausgebaut werden, um eine gute Basis für Investition und Innovation in den Unternehmen anzubieten.

Immanent wichtig ist in diesem Zusammenhang der weitere Breitbandausbau in der Region. Durch die Initiative der „Breitband Nordhessen GmbH“ ist der Landkreis auf einem sehr guten Weg. Das ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, denn die Breitbandinfrastruktur wird in den nächsten Jahren der wichtigste aller Standortfaktoren für eine digitalisierte Wirtschaft werden.

 

Strukturdaten

Quelle: Agentur für Arbeit & HSL

 

Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist im Berichtsjahr nochmals deutlich von 46.688 auf 48.283 gestiegen. Über den Jahresverlauf werden die saisonalen Schwankungen deutlich.

 

Nach dem Höchststand im Jahre 1997 ist die Arbeitslosenquote auf einen konstanten Wert von unter 5 % gesunken. Im Dezember 2016 betrug die Arbeitslosenquote 4 %.

 

Nach wie vor weist die Kreisstadt Bad Hersfeld die mit Abstand höchste Zahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten auf. Gefolgt von Bebra, Rotenburg a.d.F. und Philippsthal.

 

Betrachtet man den Saldo zwischen den Beschäftigten am Arbeitsort und Wohnort, so bieten Bad Hersfeld, Philippsthal, Bebra und Friedewald mehr Arbeitsplätze, als sozialversicherungspflichtig Beschäftigte dort wohnhaft sind.

 

Die steigende Zahl an sozialversicherungspflichtig Beschäftigten wirkt sich unterschiedlich in den einzelnen Merkmalen aus. Besonders die Altersklassen unter 25 Jahren und 65 und älter sind angewachsen. Die Anzahl er ausländischen Beschäftigten ist ebenfalls in der Relation stark gestiegen. 

 

Jobbringer im Jahr 2016 waren der Bereich Handel, Instandhaltung und Reparatur von KfZ und der Bereich Verkehr und Lagerei.

 

Positive Pendlerbezieungen bestehen zu den dem Wartburgkreis, dem Werra-Meißner-Kreis und dem Vogelsbergkreis. Diese drei Kreise führen letztendlich zu dem positiven Gesamtsaldo.

 

Nach wie vor ist der Landkreis Hersfeld-Rotenburg in Nordhessen einer der gründungschwächsten Landkreise. Im 2 Hj. 2016 waren mehr Anmeldungen als Abmeldungen von Gewerbebetrieben zu verzeichnen.